Page 74 - Recursos Turísticos Verano 2017
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Cádiz
ie so genannte “Tacita de Plata” gilt als
die älteste Stadt des Westens.
DGegründet wurde sieim Jahre 1100 vor
Christus von den Phöniziern, einem Volk der Seefahrer, un-
ter denen Gadir ein wichtiger Handelsstützpunkt wurde, an
den sich in der Folgezeit Karthager, Römer, Westgoten und
Mauren ansiedelten. Kolumbus wählte diese kosmopolitis-
che, weltoffeneUrbe zum Ausgangspunkt seiner zweiten
Reise in die Neue Welt.Als der Hafen von Sevilla an
Bedeutung verlor, wurde die Stadt zum “puerto de Indias”,
dem zentralen Knotenpunkt für den Handelsverkehr mit
Amerika.Das eifrige Handelstreiben brachte wirtschaftli-
chen und kulturellen Aufschwung mit sich, von dem heute
RECURSOS TURÍSTICOS DE LA PROVINCIA DE CÁDIZ
noch die Barock-paläste mit Aussichtstürmen zeugen.
Vom Meer aus schon sieht man die Kathedrale, deren Im südlichen Campo del Sur hat man einen Blick auf die
Kuppel mit goldfarbenen Kacheln verkleidet ist- ein Verteidigungstürme Los Mártires y Capuchinos, daneben La
Wahrbild das an die Kolonialzeit von Cadiz gemahnt. Das Caleta, der von den Festungen San Sebastián und Santa Pópulo, gibt es noch drei Stadttore der mittelalterlichen
Gotteshaus ist im Barock- und klassizistischen Stil gehalten Catalina flankiert wird. In Richtung der Allee Alameda Stadt: Arco del Pópulo, de la Rosa und de los Blancos; außer-
und beherbergt einen der bedeutendsten Schätze Apodaca, sieht man die Bastion Baluarte de la Candelaria dem das römische Theater und die alte Kathedrale Iglesia de
Spaniens.Der rege Handel mit der Neuen Welt lockt viele und den Verteidigungswall Murallas de San Carlos. Der Wall Santa Cruz.
Piraten an und machte es erforderlich, die Stadt zu schützen. an den Stadttoren Puertas de Tierra trennt deutlich den Auf dem malerischen Platz Plaza de San Juan de Dios
Die Überreste der primitiven, mehrfach veränderten neuen, dem Meer abgewonnenen Teil der Stadt vom alten kann man den landestypischen frittierten Fisch “pescaíto fri-
Verteidigungsanlage mit Kreuzfeuer, die nach den Plänen Teil der Stadt. Dieser neue Teil säumt eine große to” probieren und dabei dem Klang der Rathausuhr laus-
von Vauban angelegt wurde, sind heute wichtiger Hauptstrasse und eine großzügig angelegte Uferpromenade. chen mit einer Weise aus dem Werk Amor Brujo des aus
Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt Cadiz. Die In der Altstadt winden sich enge Strassen mit kleinen Plazas Cadiz gebürtigen Manuel de Falla.
Stadttore Puertas de Tierra weisen auf beiden Seiten noch durch beliebte Viertel wie das Fischerviertel La Viña, el
Wandmalereien und Teile der Halbbastionen San Roque Mentidero, Santa María (die Wiege des Flamencogesangs) Das benachbarte Viertel Barrio de Santa María ist eines
und Santa Elena auf. und El Pópulo.In dem ältesten Stadtviertel, Barrio del der prächtigsten der Stadt, mit Herrenhäusern wie dem ba-
rocken Gebäude Casa Lasquetty und dem königlichen
Gefängnis, einem bedeutenden klassizistischen Bauwerk.
Auf demWeg zum Plaza de San Francisco hinauf, stößt man
auf die Santa Cueva, die Gemälde von Goya beherbergt.
Im Stadtviertel Barrio del Mentidero, das viele Jahre lang
der Mittelpunkt des Ortes war, befindetsich das barocke
Gotteshaus Oratorio de San Felipe Neri, auf dessen
Hauptaltar eine Marienstatue steht, und zwar die
Inmaculada von Murillo. Hier traten im Jahre die Cortes
(Parlament) zusammen und verabschiedeten die erste spanis-
che Verfassung, die kurz Pepa gennant wurde, weil sie am
19, März, dem Tag von San José das Licht der Welt erblickte.
Berühmt ist der Platz Plaza Mina, auf der sich das Museum
von Cadiz befindet. Zu den bedeutendstenAusstellungsstücken
gehören phönizische Sarkophage und Kunstwerke in der
Abteilung der Schönen Künste, die ihr den Ruf einer der be-
deutendsten Gemäldesammlungen des Landes eingebracht ha-
ben.
Die calle Zorrilla, ist die beste Tapas-Meile. Sie mündet
in einen Aussichtspunkt in der Parkanlage Jardines de la
Alameda Apodaca und Parque Genovés hoch über dem
Meer. In bequemer Gehentfernung gelangt man zum Hafen
von Cadiz, der viel von Kreuzschiffen auf der Route zwis-
chen dem Mittelmeer und dem Atlantik angefahren wird.
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