Page 75 - Recursos Turísticos Verano 2017
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Cádiz






 ie so genannte “Tacita de Plata” gilt als
 die  älteste  Stadt  des  Westens.
 DGegründet wurde sieim Jahre 1100 vor
 Christus von den Phöniziern, einem Volk der Seefahrer, un-
 ter denen Gadir ein wichtiger Handelsstützpunkt wurde, an
 den sich in der Folgezeit Karthager, Römer, Westgoten und
 Mauren ansiedelten. Kolumbus wählte diese kosmopolitis-
 che, weltoffeneUrbe zum Ausgangspunkt seiner zweiten
 Reise in die Neue Welt.Als der Hafen von Sevilla an
 Bedeutung verlor, wurde die Stadt zum “puerto de Indias”,
 dem zentralen Knotenpunkt für den Handelsverkehr mit
 Amerika.Das eifrige Handelstreiben brachte wirtschaftli-
 chen und kulturellen Aufschwung mit sich, von dem heute
 RECURSOS TURÍSTICOS DE LA PROVINCIA DE CÁDIZ
 noch die Barock-paläste mit Aussichtstürmen zeugen.
 Vom Meer aus schon sieht man die Kathedrale, deren  Im südlichen Campo del Sur hat man einen Blick auf die
 Kuppel mit goldfarbenen Kacheln verkleidet ist- ein  Verteidigungstürme Los Mártires y Capuchinos, daneben La
 Wahrbild das an die Kolonialzeit von Cadiz gemahnt. Das  Caleta, der von den Festungen San Sebastián und Santa  Pópulo, gibt es noch drei Stadttore der mittelalterlichen
 Gotteshaus ist im Barock- und klassizistischen Stil gehalten  Catalina flankiert wird. In Richtung der Allee Alameda  Stadt: Arco del Pópulo, de la Rosa und de los Blancos; außer-
 und  beherbergt  einen  der  bedeutendsten  Schätze  Apodaca, sieht man die Bastion Baluarte de la Candelaria  dem das römische Theater und die alte Kathedrale Iglesia de
 Spaniens.Der rege Handel mit der Neuen Welt lockt viele  und den Verteidigungswall Murallas de San Carlos. Der Wall  Santa Cruz.
 Piraten an und machte es erforderlich, die Stadt zu schützen.  an den Stadttoren Puertas de Tierra trennt deutlich den  Auf dem malerischen Platz Plaza de San Juan de Dios
 Die Überreste der primitiven, mehrfach veränderten  neuen, dem Meer abgewonnenen Teil der Stadt vom alten  kann man den landestypischen frittierten Fisch “pescaíto fri-
 Verteidigungsanlage mit Kreuzfeuer, die nach den Plänen  Teil  der  Stadt.  Dieser  neue  Teil  säumt  eine  große  to” probieren und dabei dem Klang der Rathausuhr laus-
 von  Vauban  angelegt  wurde,  sind  heute  wichtiger  Hauptstrasse und eine großzügig angelegte Uferpromenade.  chen mit einer Weise aus dem Werk Amor Brujo des aus
 Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt Cadiz. Die  In der Altstadt winden sich enge Strassen mit kleinen Plazas  Cadiz gebürtigen Manuel de Falla.
 Stadttore Puertas de Tierra weisen auf beiden Seiten noch  durch beliebte Viertel wie das Fischerviertel La Viña, el
 Wandmalereien und Teile der Halbbastionen San Roque  Mentidero, Santa María (die Wiege des Flamencogesangs)  Das benachbarte Viertel Barrio de Santa María ist eines
 und Santa Elena auf.   und El Pópulo.In dem ältesten Stadtviertel, Barrio del  der prächtigsten der Stadt, mit Herrenhäusern wie dem ba-
          rocken Gebäude Casa Lasquetty und dem königlichen
          Gefängnis, einem bedeutenden klassizistischen Bauwerk.
          Auf demWeg zum Plaza de San Francisco hinauf, stößt man
          auf die Santa Cueva, die Gemälde von Goya beherbergt.

             Im Stadtviertel Barrio del Mentidero, das viele Jahre lang
          der Mittelpunkt des Ortes war, befindetsich das barocke
          Gotteshaus Oratorio de San Felipe Neri, auf dessen
          Hauptaltar  eine  Marienstatue  steht,  und  zwar  die
          Inmaculada von Murillo. Hier traten im Jahre die Cortes
          (Parlament) zusammen und verabschiedeten die erste spanis-
          che Verfassung, die kurz Pepa gennant wurde, weil sie am
          19, März, dem Tag von San José das Licht der Welt erblickte.

             Berühmt ist der Platz Plaza Mina, auf der sich das Museum
          von Cadiz befindet. Zu den bedeutendstenAusstellungsstücken
          gehören phönizische Sarkophage und Kunstwerke in der
          Abteilung der Schönen Künste, die ihr den Ruf einer der be-
          deutendsten Gemäldesammlungen des Landes eingebracht ha-
          ben.

             Die calle Zorrilla, ist die beste Tapas-Meile. Sie mündet
          in einen Aussichtspunkt in der Parkanlage Jardines de la
          Alameda Apodaca und Parque Genovés hoch über dem
          Meer. In bequemer Gehentfernung gelangt man zum Hafen
          von Cadiz, der viel von Kreuzschiffen auf der Route zwis-
          chen dem Mittelmeer und dem Atlantik angefahren wird.
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